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2. Tag der Glaubenswoche

"Caritas-Tag" am 29.06.2022 im Rahmen der 1250-Jahr-Feierlichkeiten Obermarsbergs

 

Im Rahmen der „Glaubenswoche“ zur 1250-Jahr-Feier Obermarsbergs war es den Verantwortlichen wichtig, das vielfltige Engagement der ehren- und hauptamtlichen Caritas zu wrdigen.

Diakon Klaus Rosenkranz und Caritaskoordinator Ulrich Schilling berlegten daraufhin einen „Caritas-Tag“ anzubieten, der am Mittwoch den 29.06.2022 begangen werden konnte.

Dafr wurde, fr die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Caritaskonferenz-Gruppen aus den Stadtgebieten Marsberg und Brilon eine Besichtigung der Marsberger „St. Martin Werksttten“ fr Menschen mit Behinderung des Caritasverbandes Brilon angeboten.

Im Anschluss gab es eine kleine krperliche Strkung in Form eines Imbisses, um anschlieend zur seelischen Strkung eine Hl. Messe mit dem Gastredner des Tages, Msgr. Ullrich Auffenberg zu feiern. Passend zum Festtag der Apostel Petrus und Paulus, ging Herr Auffenberg in seiner Predigt auf „Petrus den Felsen“ ein. Er verdeutlichte in verschieden Bildern die Wichtigkeit von „Ankerpunkte“, Felsen, Hilfen, Untersttzungen, die der Mensch in seinem Leben braucht – ein einfacher, aber ermutigender und beeindruckender Gottesdienst.

Die Caritaskonferenz-Mitarbeiter/innen waren begeistert und freuten sich auf den anschl. Vortrag von Msgr. Auffenberg zum Thema „Aus alten Wurzeln, neue Zweig“.

Dieser Vortrag sollte eigentlich auch fr die ffentlichkeit angeboten werden, aber leider musste er aufgrund der Corona-Beschrnkungen der Caritas-Werksttten (begrenzte Raumkapazitt), als geschlossene Veranstaltung stattfinden.

Msgr. Ullrich Auffenberg spannte in seinem Vortrag immer wieder den Bogen von der Missionierung, beginnend mit dem hl. Bonifatius und der Missionierung durch die Franken im stlichen Sauerland, zur heutigen Zeit. Dabei erklre er, dass Missionierung nicht immer nur gut war, sondern auch neue Unterdrckung und Abhngigkeiten schaffte, wie z. B. die Missionierung durch das Schwert.

Er pldierte fr eine Missionierung im „positiven Sinne“, die dort geschieht, wo Menschen, die von Jesus Christus sprechen und beseelt sind, gute Vorbilder sind und gute Beispiele geben. Dort gelingt, wo nicht der Egoismus herrscht, sondern die Hilfe und Untersttzung der Schwachen und Ausgegrenzten, dort gelingt, wo Erlsung geschieht – durch Gott und im Auftrag Gottes durch Menschen, dort gelingt, wo Menschen geholfen wird, wer immer er auch sei.

Missionierung tut auch in besonderen Zeiten Not: Msgr. Auffenberg nannte Vorbilder, wie Kardinal von Galen oder Pater Alfred Delp, die deutlich machen, dass in einer  unchristlichen Zeit, wie dem Nationalsozialismus, Missionierung stattfinden musste, um gegen die menschliche Ungerechtigkeit, deutlich Stellung zu beziehen.

Und heute: Missionierung im „positiven Sinne“ muss auch heute in Jahr 2022 stattfinden. Christlicher Glaube und Kirche verlieren stark an Eindruck und Einfluss und wird nur dort noch wahrgenommen werden, wo Menschen von Jesus Christus sprechen und deutlich wird, dass sie durch den christlichen Glauben motiviert, handeln. Dazu nannte er die „Caritas“, gleich ob ehren- oder hauptamtlich, die der Kirche ein Gesicht gibt, ein Gesicht des Guten.

Propst Meinolf Kemper rahmte den „Caritas-Tag“ mit sehr passenden und nachdenklichen Worten ein – ob zur Begrung oder bei der Verabschiedung. Ihm und allen Akteuren des Tages gilt ein groer Dank!

Ein Resmee: es war ein nachdenklicher, interessanter, strkender, motivierender, geistlicher und von Sonnenschein begleiteter, schner Tag.