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„Komm, wir beten für den Frieden“

Große Beteiligung beim Ökumenisches Friedensgebet

Sehr schnell nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine war klar, tatenlos zuschauen ist für die Kirchengemeinden keine Option. So entstand zeitnah die Idee, ein ökumenisches Friedensgebet in der größten Kirche der Stadt anzubieten. 110 Teilnehmer aller Generationen kamen am Sonntag, 27.02.22, um 17.30 Uhr in der Propsteikirche Niedermarsberg zusammen. Somit war das Gotteshaus nach den Auflagen der Pandemie voll besetzt. Mehr als ein Dutzend Menschen fanden deshalb keinen Einlass mehr, was einige aber nicht davon abhielt, draußen zu verharren und mitzubeten. Den Altarraum schmückten Tücher in den Landesfarben der Ukraine, die auf das Kreuz Jesu zuliefen. Der Chorraum war in blau-gelb illuminiert.

In der Begrüßung verwies Propst Meinolf Kemper auf die Dringlichkeit des Anliegens, mit den Menschen in der Ukraine im Gebet verbunden zu sein, mit ihnen zu teilen, ein sichtbares Zeichen der Solidarität zu setzen und ankommende Flüchtlinge herzlich aufzunehmen. Nach Schilderung der aktuellen Lage ging Gemeindereferentin Katrin Schröder auf die Wirksamkeit des gemeinsamen Gebetes ein. Sie sei davon überzeugt, dass es bei den Menschen in der Ukraine als Ermutigung und Beistand ankommen wird. Danach wurden die Teilnehmer eingeladen, zum Zeichen ihres Gebetes für den Frieden eine Kerze zum Altar zu bringen und vor das Kreuz zu stellen. Gerade bei dieser Zeichenhandlung waren die Betroffenheit und Trauer der Gläubigen buchstäblich zu spüren. Nach Wechselgebeten und Liedern zum Frieden rief der evangl. Pfarrer Markus Pape in seinem Schlusswort die Teilnehmer auf, nach dem Vorbild Jesu zu handeln. Aus der Kriegsspirale sei nur herauszukommen, wenn auf Waffengewalt nicht mit Waffen reagiert, sondern in einem friedlichen Dialog eingegangen wird.

Bürgermeister Thomas Schröder appellierte an die Mitbetenden, dass sie sich bei ihm melden mögen, falls jemand Wohnraum zur Verfügung stellen könnte, wenn die erwarteten Flüchtlingsströme aus der Ukraine auch in Marsberg ankommen werden. Der Abschluss des Friedensgebetes fand draußen vor der Kirche statt. Eine Kerze wurde in die Laterne am Kreuz gestellt, die während des andauernden Krieges als Friedenslicht brennen soll. Propst Kemper lud die Teilnehmer ein wiederzukommen, für den Frieden zu beten und Kerzen oder Blumen zum Kreuz zu bringen. Die Kollekte in Höhe von 688 € kommt über die Hilfsorganisationen von Caritas und Diakonie direkt den Kriegsbetroffenen zugute. Gerne kann man auch weitere Spenden in bar in den Pfarrbüros abgeben oder an St. Magnus Niedermarsberg, IBAN: DE93400692666000467900, überweisen, die direkt weitergeleitet werden. In allen Sonntags- und Werkgottesdiensten, und insbesondere in den Fastenandachten mit sakramentalem Segen sonntags um 17.30 Uhr in der Propsteikirche, wird intensiv für den Frieden gebetet. Alle Generationen sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Eine Sonderkollekte in allen Gottesdiensten am 2. Fastensonntag, 12./13. März, kommt der Ukraine-Hilfe zugute.