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Pastoraler Raum Marsberg beim Diözesanforum vertreten

Am Samstag, 23. Oktober, fand im ganzen Erzbistum Paderborn das Diözesanforum „2030 +“ unter dem Leitwort „Gott vertrauen. Glauben leben. Zukunft gestalten.“ statt. An mehreren Orten im Erzbistum, u. a. Dortmund, Werl, Herford und Paderborn, kamen die einzelnen Pastoralen Räume zusammen, um über den Diözesanen Weg und die Bistumsentwicklung zu diskutieren und erste Ergebnisse festzuhalten. Die einzelnen Veranstaltungsorte waren digital miteinander vernetzt. Der gesamte Ablauf wurde aus einem eigens für das Diözesanforum gebauten Studio im Paderborner Liborianum moderiert. Die Vertreter des Pastoralen Raums Marsberg waren in das Audimax der Kath. Hochschule Paderborn eingeladen und kamen dort mit den Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Pastoraler Räume des Bistums, z. B. Elsen/Wewer/Borchen, Olsberg, Winterberg, Korbach und Bad Driburg, ins Gespräch. In seiner Ansprache zu Beginn des Diözesanforums sprach der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker davon, dass die Kirche nun beweisen müsse, dass sie die Kraft zur Veränderung habe. Dabei stellte der Paderborner Oberhirte fest, dass die Kirche in der Form der Volkskirche auslaufe, aber „die lebensverändernde Kraft des Evangeliums“ weiterhin die Grundlage für neue Weichenstellungen sein müsse. Er gab zu bedenken, dass die Veränderungen nicht nur die Struktur- und Managementebene, sondern vielmehr „unsere innere Haltung und unser gemeinsames Selbstverständnis“ betreffen müsse. Bevor die konkreten Beratungen an den einzelnen Orten begannen, gab er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit auf den Weg: „Veränderung ist möglich. Sie verlangt uns Einiges ab: Mut, Disziplin, Ehrlichkeit, Verbindlichkeit.“

Die sich anschließende inhaltliche Auseinandersetzung orientierte sich an den sechs zuvor festgelegten Schlüsselthemen: „Engagement fördern“, „Leitung wahrnehmen“, „Pastorale Räume weiterdenken“, „Liturgie und Sakramente feiern“, „Für die Menschen da sein“ sowie „Corona und die Zukunft der Kirche“. Die Vertreter des Pastoralen Raums Marsberg, aus dem Pastoralteam Propst Meinolf Kemper, Vikar Christian Fleiter, Gemeindereferentin Katrin Schröder sowie aus den Reihen der Ehrenamtlichen Kirsten Eilhoff und Maximilian Becker, mischten sich unter die Anwesenden und diskutierten engagiert mit. Dabei beschäftigten sie sich u. a. mit der Frage, wie der eigene Glaube gelebt werden müsse, um andere mitzureißen und zu begeistern, oder, wie ein menschenfreundlicher und barmherziger Umgang in der Kirche gelebt werden könne. Die Marsberger Vertreter äußerten jedoch auch Kritik. So wurde deutlich, dass es durch viele, aber letztlich inhaltsleere Konzepte und Worte nicht zu Veränderungen komme. Gemeindereferentin Katrin Schröder verwies auf die zahlreichen Fahrten ins Ahrtal, die der Pastorale Raum organisiert hatte: „Die Kirche hat sich dem Bedürfnis der Marsbergerinnen und Marsberg, den Menschen im Ahrtal zu helfen, spontan und aus aktuellem Anlass heraus angenommen. Dafür braucht es keine lang ausgearbeiteten Konzepte. Wir müssen konkret und direkt auf die Wünsche und Sorgen der Menschen eingehen.“ Kirsten Eilhoff formulierte für alle Anwesenden die drei Punkte, die sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Marsberg am Ende des Diözesanforums vorgenommen hatten: das Diözesanforum noch einmal nachwirken lassen und die Ergebnisse diskutieren, die Verantwortlichen und Gremien in Marsberg über das Erlebte informieren und schließlich das pastorale Handeln überprüfen und ggf. korrigieren. Konkret wurde bereits eine Neukonzipierung der Sakramentenvorbereitung mit größerer Beteiligung von interessierten Christinnen und Christen und der Unterstützung von außen über einen längeren Zeitraum entwickelt. Kurz vor der Rückfahrt ins Sauerland resümierten die Marsberger, dass sie insbesondere die Offenheit der Gespräche und die Anwesenheit vieler junger Menschen positiv wahrgenommen hätten und zahlreiche Impulse aus Paderborn mitnehmen könnten.

Bildunterschrift: Auf dem Diözesanforum „2030+“ nahmen unter Anwesenheit des Paderborner Erzbischofs Hans-Josef Becker (3.v.r.) teil (v.l.n.r.): Kirsten Eilhoff (Westheim), Vikar Christian Fleiter (Marsberg), Maximilian Becker (Beringhausen), Propst Meinolf Kemper (Marsberg) und Katrin Schröder (Erlinghausen).