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Die Renovierung des Kreuzes Wegener in Obermarsberg ist abgeschlossen.

Kreuz Wegener-Erinnerung an den Mnchhof

Als letztes von 5 Stadtkreuzen wurde nun auch die Renovierung des Kreuzes Wegener in Obermarsberg abgeschlossen. Dem Anlass gem gestaltete Pastor Christian Elbracht die Messfeier in der Nikolaikirche im Sinne des kirchlichen Festes ‚Kreuzerhhung.

So stellte er heraus, dass an Straen und ffentlichen Pltzen, in Krankenhusern, Kindergrten, Rathusern und Parlamenten, aber auch und gerade in unseren privaten Wohnungen Kreuze hngen und die Liebe Gottes verknden. Aber all diese Kreuze bleiben bloe Dekoration, wenn sie die Menschen nicht dazu fhren, Christus in Wort und Tat nachzufolgen und uns zur berzeugung gelangen lassen, dass an Gottes Segen alles gelegen ist.

In diesem Sinne sprach er der Fa.  Brenker fr die berarbeitung des Altartisches, den Kirchenmalern Peetz-Scholand fr die Restaurierung des jeweiligen Corpus der Kreuze und dem Frderverein Historisches Obermarsberg sowie allen Spendern seinen Dank auch im Namen der Gemeinde aus. Ein besonderes Dankeschn galt Friedhelm Bracht, der dem Kreuz wieder einen festen Stand verschafft und auch bei einem weiteren Kreuz die Balken ausgebessert und mit einem neuen Anstrich versehen hatte. In Form einer Prozession zogen die Kirchenbesucher nach der Messe zum Kreuz. Im Rahmen eines Gottesdienstes segnete und weihte Pastor Elbracht das Kreuz ein.

Hermann Runte fhrte auf der Grundlage des Buches ‚Beitrge zur Geschichte Marsbergs‘ aus, dass dieses Kreuz Wegener aus an den sogenannten Mnchhof erinnert.

Der Ritter Friedrich von Horhusen schenkte im Jahre 1259 seinen in Obermarsberg gelegenen Hof , der aus einem schnen Herrenhaus mit angebauten Wirtschaftsrumen, das von einem groen Garten und einem Tannenwldchen umgeben war, mit all seinen Einknften der Zisterzienser-Abtei Bredelar.  Dazu bestimmte er, dass aus dem Ertrag auf dem Friedhof der Mnche in Bredelar eine Kapelle gebaut wurde. In ihr sollte der verstorbene Vater beigesetzt und tglich eine Messe fr ihn gelesen werden. Auch bei Nacht sollte dort ein Licht brennen.

Bei der Eroberung der Stadt Obermarsberg im 30-jhrigen Krieg wurde auch der Mnchhof zerstrt. Das Kloster baute ihn jedoch wieder auf. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gaben die Mnche den Mnchhof u. a. in Pacht an einen Heinrich Riese. Dessen Tochter heiratete, nachdem ihr Mann verstorben war in zweiter Ehe F. W. Schfer. Dieser lste, nachdem 1803 der Mnchhof und das Kloster Bredelar skularisiert, das heit, enteignet und verstaatlicht waren, den Pachtvertrag auf und erwarb den Hof als Eigentum. Gleichzeitig lie er neben dem Haus ein Kreuz zum Gedenken an den Mnchhof und das Kloster Bredelar errichten. Fortan wurde das Kreuz das ‚Schfersche Kreuz‘ genannt. 1871 verkaufte sein Sohn Wilhelm Schfer den Mnchhof an die Aktiengesellschaft Stadtberger Htte, die ihn 1880 wegen Gefhrdung durch den darunterliegenden Bergbau abbrechen lie.

Heute trgt das Kreuz die Bezeichnung ‚Kreuz Wegener‘. Damit ist neben der Ortsangabe auch die Anerkennung der Verdienste, die die Familie Wegener und auch die Nachbarschaft sich um die Pflege und Herrichtung des Kreuzes bei Prozessionen erworben haben, verbunden.