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Botschaft von Propst Kemper an seine Gemeinden in der Coronakrise

Lb. Schwestern und Brüder im PR!

Eine solche Situation haben wir in der Welt, in Deutschland, in Marsberg noch nie erlebt. Durch die Corona-Pandemie kommt das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen. Die hl. Eucharistie können wir nur noch privat feiern. Öffentliche Gottesdienste sind untersagt. Unser Pastoralteam hat überlegt, wie wir dennoch mit Euch und Ihnen in Kontakt bleiben können. Das geht natürlich über die Print-Medien und die Homepage.

Es kam die Idee auf, auch über YouTube eine Verbindung aufzubauen. Das ist jetzt so weit und wird hoffentlich Viele erreichen. Wir werden unsere täglichen Eucharistiefeiern live übertragen, montags bis freitags um 18 Uhr, samstags und sonntags um 10.30 Uhr. In diesen wird in Euren und Ihren Anliegen, für Kirche und Welt und insbesondere für die von Krankheit, Angst, Einsamkeit und Leid Betroffenen gebetet.

 Dabei können sich alle in der „geistigen Kommunion“ mit Christus verbinden. Wir laden den Herrn ein, auf geistige Weise zu uns zu kommen mit seiner Gnade und Liebe, mit seiner Kraft, mit seinem Trost und Segen. So bleiben wir in lebendigem Kontakt untereinander und mit dem Himmel. Denn in jeder Heiligen Messe werden ja der Tod und die Auferstehung Jesu Christi für uns lebendige Wirklichkeit. Der Herr kommt in unsere Mitte, spricht uns an mit seinem Wort, schenkt sich uns im Sakrament. Das ist eine große innere Kraftquelle fürs Leben, gerade auch in schweren Tagen und Stunden.

Die müssen wir nun bestehen. Am besten geht das gemeinsam. So möchte ich alle ermutigen, sich gegenseitig zu stützen und Mut zu machen, in Wort und Tat. Solidarität ist gefragt. Wer konkrete, praktische Hilfe braucht, ein Seelsorgegespräch sucht, die Beichte oder die Krankensakramente empfangen möchte, darf sich gern an uns wenden. Die Tel.-Nr. sind auf der Homepage und in den PNR zu finden.

Eine ideelle Hilfe ist es auch, wenn wir einander nicht vergessen. Schon eine Mail, eine WhatsApp, eine SMS, ein Brief, ein Telefonat, ein Blickkontakt, ein Winken vom Fenster aus macht deutlich, ich nehme dich wahr, du bist nicht allein. Ich teile deine Not und Angst.

Beim Friedensgruß in den letzten Wochen habe ich ja gesagt, dass wir ihn uns im Moment nicht per Handschlag geben können, aber mit einem freundlichen Zunicken. Das ist nicht ansteckend, kann aber ansteckend wirken. Behalten wir die Zuversicht und die Geduld. Geben wir nicht auf. Wir sind nicht allein!

Kommunion heißt übersetzt: Gemeinschaft, intensive Gemeinschaft mit dem Himmel und miteinander. Möge diese in den schweren Tagen tragen und gestärkt werden.

Bleiben Sie alle gesund und munter, bleibt Ihr es auch, lb. Kinder und Jugendliche! Denken wir aneinander im Gebet.

Gott befohlen! 

Euer und Ihr

Meinolf Kemper, Propst